Herbert MONIEN * 1940 † 2011
Hinter den Tränen der Trauer verbirgt
sich das Lächeln der Erinnerung
"Unser HERBERT", TRIANEA Mitglied und von 1999 bis 2002 Vorsitzender unseres Vereins ist nach langer, schwerer Krankheit im August 2011 verstorben. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Ehefrau Ingrid und den Familienangehörigen.
Ein Freund hat uns verlassen
- Artikel von Siegfried Bäsler -
Es gibt sicherlich schönere Gelegenheiten einen Artikel zu schreiben, trotzdem möchte ich auch diesmal meine Gedanken – und sicherlich auch die Gedanken und Erinnerungen vieler Vereinsfreunde – zu Papier bringen.
Wir haben die Tage Abschied nehmen müssen von unserem langjährigen Vereinsfreund und ehemaligen Vereinsvorsitzenden Herbert Monien. So wie auch mich, hat er in den langen Jahren seiner vivaristischen Aktivitäten viele Aquarianer, Naturliebhaber und Naturfotografen zu begeistern gewusst. Es waren genau die Begeisterung und die Leidenschaft, die für ihn Motor und Antrieb zugleich waren, die aber auch ansteckend auf andere wirkten. Ich möchte einige Erfahrungen, die ich zusammen mit ihm erleben durfte, erzählen, in der Gewissheit, dass viele von seinen Freunden ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Vor etwa 30 Jahren lernte ich Herbert bei meinem damaligen Verein Natur im Heim kennen. Er war damals schon Wer in der aquaristischen Szene. Zusammen mit der FiToBe (Film und Ton Berlin) wurden seine Vorträge über den Fischfang auf Sri Lanka in den Vereinen „herum gereicht“. Ein besonderes Ereignis war es, wenn Herbert mit seinen bildhaften Beschreibungen von seinen Exkursionen berichtete. Gerade der Humor – der bei ihm nie zu kurz kam – und die Lebendigkeit seiner Erzählungen waren es, die die Zuhörer in seinen Bann zogen, wenn er aus dem Nähkästchen eines Aquarianers plauderte. Ob es Mutters Gardine war, die mal zum Fischfang umfunktioniert wurde, oder seine Ankündigung als Referent beim VDA-Kongress, die er „stilvoll“ vom „Örtchen“ einleitete. Stets hatte er von Anfang an die volle Aufmerksamkeit bei seinen Vorträgen.
Neben all den humoristischen Einlagen waren es aber auch andere Fähigkeiten, die ihn lange in unseren Erinnerungen lebendig halten werden.
Seine fotografischen Fähigkeiten habe ich stets bewundert und sind für mich das Maß, an dem ich mich messen lassen möchte.
Sein Einsatz für die verschiedenen Berliner Aquarienvereine, in denen er Mitglied war, stand immer unter dem Zeichen „Hier werde ich gebraucht, hier kann ich mich nützlich machen“. Selbstlos opferte er seine Zeit und seine Kraft zum Wohle der Aquaristik und der Vereine. Oftmals war er rücksichtslos zu sich selbst, aber auch zu seiner Familie, wenn es um aquaristische Belange ging.
Viele Reisen hat er unternommen, mit unzähligen Aquarianern ist er durch Tümpel, Regenwälder, und Flüssen gewatet. Viele Freunde hat er dabei gewonnen, wo jeder seine eigenen Geschichten und Anekdoten erzählen könnte. Stets war es ein „Ereignis“, wenn Herbert wieder einmal auf der Gästeliste eines Vereins stand. Wir bräuchten heute viele „Herberts“, die mit der gleichen Begeisterung, dem gleichen Enthusiasmus und dem gleichen Erfolg neue Aquarianer gewinnen können. Was ein aquaristischer Verein zu bieten hat, und das durch kein Internet zu ersetzen ist, wurde lange durch Herbert mitgestaltet. Lebendiger konnte ein Vereinsleben nicht sein. Ich weiß nicht, wie viele Mitmenschen er zu Aquarianern, Naturfotografen und Naturliebhabern gemacht hat, sicherlich sind es unzählige. Dabei war es ihm fremd Andere zu irgend etwas zu überreden, vielmehr folgten ihm viele aus Begeisterung.
Trotz seiner langjährigen Krankheit, die ihn zunehmend eingeschränkt hat, waren sein Lebenswille und seine Begeisterung für die Aquaristik ungebrochen. Ich glaube es wäre nicht in seinem Sinne gewesen, wenn wir in Trauer verfallen. Er lebt in unseren Ideen, unseren aquaristischen Ambitionen und unseren Gedanken weiter.
Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und ganz besonders seiner Frau Ingrid Monien.
Die Vereinsfreunde des Aquarien- und Terrarienvereins Trianea e.V.
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